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	<title>Kommentare zu: Sind Wirtschaftskrisen Naturkatastrophen?</title>
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	<description>Wissenschaft gehört diskutiert!</description>
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		<title>Von: Dominik</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2009/04/sind-wirtschaftskrisen-naturkatastrophen/comment-page-1/#comment-510</link>
		<dc:creator>Dominik</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 14:47:26 +0000</pubDate>
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		<description>Nun, Naturkatastrophen heissen doch nur dann so, wenn sie für die Menschen katastrophale Auswirkungen haben; und wie diese ausfallen, wird nicht alleine von der Natur bestimmt, sondern beispielsweise auch von der Einhaltung der Bauvorschriften. Ganz ähnlich ist es meiner Meinung nach mit den Wirtschaftskrisen: Es herrscht der Konsens, dass es keine langen Wellen gibt (wie sie beispielsweise noch Kontradieff zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu finden glaubte), sondern dass das Wachstum der Wirtschaft (und damit auch das Ausbleiben von Wachstum oder die Schrumpung) eigentlich dem Zufall unterworfen ist. Aber die Auswirkungen sind fast immer abhängig davon, wie die Wirtschaft reguliert ist und wie sich die Akteure zuvor verhalten haben. Also sinddie Auswirkungen von Wirtschaftskrisen nicht einfach hinzunehmen, denn die Aktivitäten von Rating-Agenturen, wie von Prof. Zimmermann immer wieder geschildert, oder die Verbriefung von unsicheren Werten sind keine Zufälle. Und auch keine Zufälle sind die teilweise perversen Auswirkungen, welche die enge Verflechtung und die Abhängigkeiten aller Akteure auslösen. Denn mehr denn je gilt, was Kurt Tucholsky schon um 1930 diagnostizierte: &quot;Was die Weltwirtschaft angeht, so ist sie verflochten.&quot;
Eine Wirtschaftskrise ist erst dann eine, wenn die Auswirkungen für viele negativ sind, jeden treffen könnten. Dafür gibt es Verantwortliche, da ist nicht niemand schuld. Und vermutlich liegt Zimmermann nicht total daneben, wenn er uns allen etwas Schuld auflädt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, Naturkatastrophen heissen doch nur dann so, wenn sie für die Menschen katastrophale Auswirkungen haben; und wie diese ausfallen, wird nicht alleine von der Natur bestimmt, sondern beispielsweise auch von der Einhaltung der Bauvorschriften. Ganz ähnlich ist es meiner Meinung nach mit den Wirtschaftskrisen: Es herrscht der Konsens, dass es keine langen Wellen gibt (wie sie beispielsweise noch Kontradieff zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu finden glaubte), sondern dass das Wachstum der Wirtschaft (und damit auch das Ausbleiben von Wachstum oder die Schrumpung) eigentlich dem Zufall unterworfen ist. Aber die Auswirkungen sind fast immer abhängig davon, wie die Wirtschaft reguliert ist und wie sich die Akteure zuvor verhalten haben. Also sinddie Auswirkungen von Wirtschaftskrisen nicht einfach hinzunehmen, denn die Aktivitäten von Rating-Agenturen, wie von Prof. Zimmermann immer wieder geschildert, oder die Verbriefung von unsicheren Werten sind keine Zufälle. Und auch keine Zufälle sind die teilweise perversen Auswirkungen, welche die enge Verflechtung und die Abhängigkeiten aller Akteure auslösen. Denn mehr denn je gilt, was Kurt Tucholsky schon um 1930 diagnostizierte: &#8220;Was die Weltwirtschaft angeht, so ist sie verflochten.&#8221;<br />
Eine Wirtschaftskrise ist erst dann eine, wenn die Auswirkungen für viele negativ sind, jeden treffen könnten. Dafür gibt es Verantwortliche, da ist nicht niemand schuld. Und vermutlich liegt Zimmermann nicht total daneben, wenn er uns allen etwas Schuld auflädt.</p>
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