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	<title>Kommentare zu: Für Transparenz bei Journalistinnen und Journalisten</title>
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	<description>Wissenschaft gehört diskutiert!</description>
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		<title>Von: Reto Locher</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2009/01/fur-transparenz-bei-journalisten/comment-page-1/#comment-217</link>
		<dc:creator>Reto Locher</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 16:16:28 +0000</pubDate>
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		<description>Für mich hat das weniger mit Transparenz und viel mehr mit Qualität zu tun. Seit einiger Zeit schaue ich mir mit viel Spass das «Heute Journal» im ZDF an. Dort finde ich, was ich unter kritischem Journalismus verstehe. Dort wird nachgefragt. Fast jeder in diesem Redaktorenteam kann die Sache auf den Punkt bringen, bringt es fertig, Zusammenhänge darzustellen, Hintergründe zu erleuchten usw. Bei uns in der Medienlandschaft finde ich das praktisch nirgends. Wir in der Schweiz sind mehrheitlich viel zu schnell zufrieden mit dem Reproduzieren von Infos - kein Biss, keine Klarheit, nur freundliches Abnicken. Das dazu noch Intransparenz bei den Journalisten kommt ist ein zusätzlicher Mangel, aber zuerst müssten die Journis - gerade in der gegenwärtigen Krise - mal wieder ihre Rolle als vierte Macht im Staat ernst nehmen und tun, wofür sie angeheuert sind: die Welt erklären.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Für mich hat das weniger mit Transparenz und viel mehr mit Qualität zu tun. Seit einiger Zeit schaue ich mir mit viel Spass das «Heute Journal» im ZDF an. Dort finde ich, was ich unter kritischem Journalismus verstehe. Dort wird nachgefragt. Fast jeder in diesem Redaktorenteam kann die Sache auf den Punkt bringen, bringt es fertig, Zusammenhänge darzustellen, Hintergründe zu erleuchten usw. Bei uns in der Medienlandschaft finde ich das praktisch nirgends. Wir in der Schweiz sind mehrheitlich viel zu schnell zufrieden mit dem Reproduzieren von Infos &#8211; kein Biss, keine Klarheit, nur freundliches Abnicken. Das dazu noch Intransparenz bei den Journalisten kommt ist ein zusätzlicher Mangel, aber zuerst müssten die Journis &#8211; gerade in der gegenwärtigen Krise &#8211; mal wieder ihre Rolle als vierte Macht im Staat ernst nehmen und tun, wofür sie angeheuert sind: die Welt erklären.</p>
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		<title>Von: Mathis Brauchbar</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2009/01/fur-transparenz-bei-journalisten/comment-page-1/#comment-206</link>
		<dc:creator>Mathis Brauchbar</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 16:49:42 +0000</pubDate>
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		<description>@stefan: Du hast recht. Daher bin ich der Meinung, dass die Verantwortung der Redaktionen eher zugenommen hat, wie ich früher schon argumentiert habe. Dies schliesst aber auch nicht aus, dass für Journalisten und Journalistinnen die selben ethischen Masstäbe gelten, die sie bei Wissenschaftern, Politikern etc. stets einfordern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@stefan: Du hast recht. Daher bin ich der Meinung, dass die Verantwortung der Redaktionen eher zugenommen hat, wie ich früher schon argumentiert habe. Dies schliesst aber auch nicht aus, dass für Journalisten und Journalistinnen die selben ethischen Masstäbe gelten, die sie bei Wissenschaftern, Politikern etc. stets einfordern.</p>
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		<title>Von: Stefan Stöcklin</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2009/01/fur-transparenz-bei-journalisten/comment-page-1/#comment-204</link>
		<dc:creator>Stefan Stöcklin</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 13:48:10 +0000</pubDate>
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		<description>Mathis hat da einen speziellen Fall hervorgekramt, der sicher zu verurteilen ist aber nur höchst selten vorkommt. Dass ein Journi im Auftrag von Interessengruppen Gutachten erstellt und über das Thema dann auch noch als unabhängiger Autor auftritt, geht nicht (und wurde auch korrigiert). Aber ich bleib dabei, Problem im Medienbetrieb sind weniger die nicht ganz offengelegten Verbindungen als die zunehmende Vereinnahmung der Nachrichtenströme durch Interessengruppen aller Art.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mathis hat da einen speziellen Fall hervorgekramt, der sicher zu verurteilen ist aber nur höchst selten vorkommt. Dass ein Journi im Auftrag von Interessengruppen Gutachten erstellt und über das Thema dann auch noch als unabhängiger Autor auftritt, geht nicht (und wurde auch korrigiert). Aber ich bleib dabei, Problem im Medienbetrieb sind weniger die nicht ganz offengelegten Verbindungen als die zunehmende Vereinnahmung der Nachrichtenströme durch Interessengruppen aller Art.</p>
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		<title>Von: Mathis Brauchbar</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2009/01/fur-transparenz-bei-journalisten/comment-page-1/#comment-203</link>
		<dc:creator>Mathis Brauchbar</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 11:08:19 +0000</pubDate>
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		<description>@martin: Danke für die Differenzierungen. Du hast wie immer recht. Ich denke, die fehlende Transparenz mangelt vor allem dort, wo es kontrovers zu und her geht. Informative Biografien würden auch helfen. Aber wie weit sollen die gehen? Darf ein Wirtschaftsredaktor, der Roche-Aktien besitzt, über die Bilanzmedienkonferenz von Roche berichten, oder müsste er dies in seiner Biografie erwähnen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@martin: Danke für die Differenzierungen. Du hast wie immer recht. Ich denke, die fehlende Transparenz mangelt vor allem dort, wo es kontrovers zu und her geht. Informative Biografien würden auch helfen. Aber wie weit sollen die gehen? Darf ein Wirtschaftsredaktor, der Roche-Aktien besitzt, über die Bilanzmedienkonferenz von Roche berichten, oder müsste er dies in seiner Biografie erwähnen?</p>
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		<title>Von: martin.hicklin</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2009/01/fur-transparenz-bei-journalisten/comment-page-1/#comment-198</link>
		<dc:creator>martin.hicklin</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 22:29:33 +0000</pubDate>
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		<description>...und good luck, Curlysa!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;und good luck, Curlysa!</p>
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		<title>Von: martin hicklin</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2009/01/fur-transparenz-bei-journalisten/comment-page-1/#comment-197</link>
		<dc:creator>martin hicklin</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 22:28:36 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist zwar etwas schwierig, den hier geschilderten Fall anhand der gebotenen Daten genauer zu beurteilen, aber es tönt schon so, als ob da ein Verstoss gegen die Regeln vorliegt. Die Leserinnen und Leser haben ein Anrecht darauf zu wissen, dass da ein Problem vorliegen könnte (könnte!). Allerdings: Die Redaktionen werden, gebeutelt durch Spardruck, immer weniger in der Lage sein, eigene Leute zu halten oder zu ermutigen, sich in einem speziellen Dossier wirklich kundig zu machen und kundig zu halten. Denn da musst Du in der Lage sein, Dinge zu lesen und an Veranstaltungen teilzunehmen, die nicht gleich in einem Beitrag gipfeln. Also unproduktiv zu sein. Das wird zunehmend schwieriger. 
Erst recht wird, wenn das Thema speziell ist, ein kundiger freier Journalist/Journalistin sich nicht über Wasser halten können, wenn er nicht andere Arbeitsmöglichkeiten ins Auge fasst. Das könnte dann zu diesen Konflikten führen.

Das Problem ist ja nicht neu. Im Lokaljournalismus zum Beispiel. Frei von Konflikten hält sich der oder die, die niemanden kennen, am besten von aussen kommen, alles von Null auf anpacken müssen. Die haben kaum Interessenkonflikte, schonen keine Freunde/innen etc. 
Das Resultat ist oft unbefriedigend. Die Lesenden/Hörenden sind eigentlich besser bedient, wenn die journalistisch Arbeitenden sich auskennen. Das heisst dann halt, dass sie über das, was sie - zum Beispiel aus der Arbeit in einem Quartiervereinsvorstand - sehr gut kennen, nicht selbst schreiben sollten. Mit der Konsequenz, dass Du dann eben erheblich leidest, wenn sich - thematisch gesehen - ein Greenhorn an die Geschichte macht und die Sache nicht packt. 
Vielleicht müssten Medien halt informative Biographien ihrer Mitarbeitenden öffentlich machen, mit Angaben zu einem vorgegebenen Raster, die es erlauben, sich ein Bild von den Autorinnen/en zu zeichnen. Da könnte dann auch stehen, dass ich im Quartierverein und Mister X. für eine Konfliktpartei tätig sind.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist zwar etwas schwierig, den hier geschilderten Fall anhand der gebotenen Daten genauer zu beurteilen, aber es tönt schon so, als ob da ein Verstoss gegen die Regeln vorliegt. Die Leserinnen und Leser haben ein Anrecht darauf zu wissen, dass da ein Problem vorliegen könnte (könnte!). Allerdings: Die Redaktionen werden, gebeutelt durch Spardruck, immer weniger in der Lage sein, eigene Leute zu halten oder zu ermutigen, sich in einem speziellen Dossier wirklich kundig zu machen und kundig zu halten. Denn da musst Du in der Lage sein, Dinge zu lesen und an Veranstaltungen teilzunehmen, die nicht gleich in einem Beitrag gipfeln. Also unproduktiv zu sein. Das wird zunehmend schwieriger.<br />
Erst recht wird, wenn das Thema speziell ist, ein kundiger freier Journalist/Journalistin sich nicht über Wasser halten können, wenn er nicht andere Arbeitsmöglichkeiten ins Auge fasst. Das könnte dann zu diesen Konflikten führen.</p>
<p>Das Problem ist ja nicht neu. Im Lokaljournalismus zum Beispiel. Frei von Konflikten hält sich der oder die, die niemanden kennen, am besten von aussen kommen, alles von Null auf anpacken müssen. Die haben kaum Interessenkonflikte, schonen keine Freunde/innen etc.<br />
Das Resultat ist oft unbefriedigend. Die Lesenden/Hörenden sind eigentlich besser bedient, wenn die journalistisch Arbeitenden sich auskennen. Das heisst dann halt, dass sie über das, was sie &#8211; zum Beispiel aus der Arbeit in einem Quartiervereinsvorstand &#8211; sehr gut kennen, nicht selbst schreiben sollten. Mit der Konsequenz, dass Du dann eben erheblich leidest, wenn sich &#8211; thematisch gesehen &#8211; ein Greenhorn an die Geschichte macht und die Sache nicht packt.<br />
Vielleicht müssten Medien halt informative Biographien ihrer Mitarbeitenden öffentlich machen, mit Angaben zu einem vorgegebenen Raster, die es erlauben, sich ein Bild von den Autorinnen/en zu zeichnen. Da könnte dann auch stehen, dass ich im Quartierverein und Mister X. für eine Konfliktpartei tätig sind.</p>
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		<title>Von: Curlysa</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2009/01/fur-transparenz-bei-journalisten/comment-page-1/#comment-196</link>
		<dc:creator>Curlysa</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 19:50:33 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe gerade leider nicht viel Zeit, - Vorerst nur so viel:

Spannendes Thema! Genau dazu schreibe ich zur Zeit meine Diplomarbeit: http://www.fensterplatz-online.de/category/transparenz

Allerdings ist die Arbeit im Netz noch nicht so weit weit, wie sie auf Papier bereits existiert. Aber ich sitze dran :&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe gerade leider nicht viel Zeit, &#8211; Vorerst nur so viel:</p>
<p>Spannendes Thema! Genau dazu schreibe ich zur Zeit meine Diplomarbeit: <a href="http://www.fensterplatz-online.de/category/transparenz" rel="nofollow">http://www.fensterplatz-online.de/category/transparenz</a></p>
<p>Allerdings ist die Arbeit im Netz noch nicht so weit weit, wie sie auf Papier bereits existiert. Aber ich sitze dran :&gt;</p>
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