Die Finanzkrise geht offensichtlich auch an grossen Netzwerken, wie CNN nicht spurlos vorbei. Gemäss Mediabistro wird CNN die gesamte Wissenschafts-, Technologie- und Umweltredaktion schlissen. Von Entlassungen sind nebst dem Wissenschafts-Anchorman Miles O’Brian sechs weitere Wissenschaftsproduzenten betroffen. Offizielle Begründung: Die Themen Wissenschaft, Technologie und Umwelt sollen in die allgemeine Herausgeberstruktur eingegliedert werden, sprich in Politik, Business oder Entertainment. Ein separates Programm zu diesen Themen sei nicht mehr nötig…. No comment von meiner Seite. Oder doch: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Argumentation auch von Schweizer Verlegern aufgenommen wird.
Dez 14th, 2008 by Mathis Brauchbar | 1 Comment »
Eine Antwort auf “Wissenschaftsjournalismus unter Krisendruck”
Einverstanden?
- helenmoor bei Obama fragt die Welt: Was sind die grossen Forschungsthemen?
- HKR bei Café Scientifique Basel: Die Musik – ein emotionales Thema
- admin bei Forschende wehren sich gegen Deutschen-Hetze der SVP – jetzt auch per Blog
- admin bei IPCC – bleib so wie du bist!
- Adrian, der andere :) bei Forschende wehren sich gegen Deutschen-Hetze der SVP – jetzt auch per Blog
kommentiert
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verstaut.
Die Umwälzungen in der Medienbranche werden auch am Wissenschaftsjournalismus in der Schweiz nicht spurlos vorübergehen, wie im Mediensplitter (3) angetönt. Die Verlagerung aufs Internet und die Zusammenlegung von Redaktionen werden fortschreiten; die Freien sind ohnehin weg vom Markt. Der Wissenschaftsjournalismus hat denn auch keine starke Lobby und nicht gerade ein grosses Selbstwertgefühl – diese “leise” Kritik am Schweizer Klub sei hier angebracht: Warum trägt dieser Verein nicht mehr zur Profilierung und Behauptung des Berufsstandes bei? Gerade in solchen Umbruchszeiten wäre dies nötig? Mit acht Vorstandsmitgliedern und mehreren 10′000 Franken auf der hohen Kante könnte sich der Klub sicher mehr bemerkbar machen (auch in der Öffentlichkeit)? Selbst wenns bloss ein Apéro zum Jahresbeginn wäre, wo man und frau sich wieder mal reell trifft (und nicht nur stets elektronisch austauscht) und so die nötige Diskussion über den Zustand und die Aussichten des Berufsstandes ausgelöst werden könnte.