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	<title>Kommentare zu: Café Scientifique Basel diskutiert die NANOMEDIZIN</title>
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	<description>Wissenschaft gehört diskutiert!</description>
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		<title>Von: Mathis Brauchbar</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2008/11/cafe-scientifique-basel-diskutiert-die-nanomedizin/comment-page-1/#comment-77</link>
		<dc:creator>Mathis Brauchbar</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 10:58:04 +0000</pubDate>
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		<description>Das Nanokonzept ist nebst anderem eine Marketing-Geschichte: Wenn ich lese, dass durch die Nanomedizin  die durchschnittliche Lebensspanne verlängert werde, dann geht es hier nicht um eine seriöse Aussage, sondern darum dem Nano, neben dem «Bio», dem «Gen» und anderen Buzzwords eine starke Position zu verschaffen. Die durchschnittliche Lebenserwartung wurde historisch gesehen durch zwei Dinge wesentlich verlängert: 1. die Hygiene und 2. die Krankheitsversorgungssysteme. Beide kann man nicht unbedingt als Hightech bezeichnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Nanokonzept ist nebst anderem eine Marketing-Geschichte: Wenn ich lese, dass durch die Nanomedizin  die durchschnittliche Lebensspanne verlängert werde, dann geht es hier nicht um eine seriöse Aussage, sondern darum dem Nano, neben dem «Bio», dem «Gen» und anderen Buzzwords eine starke Position zu verschaffen. Die durchschnittliche Lebenserwartung wurde historisch gesehen durch zwei Dinge wesentlich verlängert: 1. die Hygiene und 2. die Krankheitsversorgungssysteme. Beide kann man nicht unbedingt als Hightech bezeichnen.</p>
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		<title>Von: Just</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2008/11/cafe-scientifique-basel-diskutiert-die-nanomedizin/comment-page-1/#comment-74</link>
		<dc:creator>Just</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 08:43:06 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist bei diesem Thema meines Erachtens der Punkt (Beiträge 4 und 5). Unser Verständnis der biologischen Grundlagen müsste für die effektive Anwendung solch neuer Methoden noch deutlich ausgereifter sein als bisher. Aber das kann ja werden und spannend ist es alle mal. Trotzdem sollte man nicht übersehen, dass beispielsweise monoklonale Antikörper für die Krebsbehandlungen in klinischen Studien bisher eher schlecht abschneiden. Die Frage inwiefern das Konzept der sehr spezifischen ortsgenauen Therapie also unseren Körper und die im Industriezeitalter vorherrschenden chronischen Krankheiten mit multiplen Ursachen und phathologischen Ansatzpunkten überlisten kann, ist meines Erachtens noch nicht geklärt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist bei diesem Thema meines Erachtens der Punkt (Beiträge 4 und 5). Unser Verständnis der biologischen Grundlagen müsste für die effektive Anwendung solch neuer Methoden noch deutlich ausgereifter sein als bisher. Aber das kann ja werden und spannend ist es alle mal. Trotzdem sollte man nicht übersehen, dass beispielsweise monoklonale Antikörper für die Krebsbehandlungen in klinischen Studien bisher eher schlecht abschneiden. Die Frage inwiefern das Konzept der sehr spezifischen ortsgenauen Therapie also unseren Körper und die im Industriezeitalter vorherrschenden chronischen Krankheiten mit multiplen Ursachen und phathologischen Ansatzpunkten überlisten kann, ist meines Erachtens noch nicht geklärt.</p>
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		<title>Von: Marcel Falk</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2008/11/cafe-scientifique-basel-diskutiert-die-nanomedizin/comment-page-1/#comment-72</link>
		<dc:creator>Marcel Falk</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 21:12:46 +0000</pubDate>
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		<description>Das Ingenieurskonzept ist wohl tatsächlich noch etwas banal (siehe die 7 Herausforderungen unten), aber das kann ja noch werden. Bislang sind therapeutische Ansätze meist Abfallprodukte der Grundlagenforschung, welche dann in die pharmazeutische Entwicklung gegeben werden. Dass nun eine Art Bioingenieurswesen aufgebaut wird und dies, was bisher in der Entwicklung passiert, in die Grundlagenforschung einfliesst, finde ich spannend. Für mich ist auch klar, dass diese Forschung nicht die biologische Grundlagenforschung verdrängen sollte. Man muss schliesslich sehr viel von der Biologie verstehen - und in vielen Fällen wohl mehr als heute - um nanomedizinisch eingreifen zu können.

In einem Nature-Paper von Mai 2008 haben 4 Autoren - 3 sind von der Food and Drug Administration (FDA) - die 7 Herausforderungen der Nanomedizin formuliert:
1. Bestimmung der Verteilung von Nano-Carriern im Körper
2. Visualisierung der Biodistribution
3. den Transport über Kompartimentsgrenzen im Körper verstehen (auf Organ und zellulärer Ebene)
4. Mathematische Modelle und 5. Computermodelle entwickeln, um ein Periodensystem der Nanopartikel zu erstellen, womit sich Nutzen und Risiken abschätzen lassen
6. Erarbeitung von Standards und Testprotokollen zur Entwicklung neuer Klassen von Materialien
7. Realisierung eines analytischen Toolkits zur nanopharmazeutischen Produktion</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Ingenieurskonzept ist wohl tatsächlich noch etwas banal (siehe die 7 Herausforderungen unten), aber das kann ja noch werden. Bislang sind therapeutische Ansätze meist Abfallprodukte der Grundlagenforschung, welche dann in die pharmazeutische Entwicklung gegeben werden. Dass nun eine Art Bioingenieurswesen aufgebaut wird und dies, was bisher in der Entwicklung passiert, in die Grundlagenforschung einfliesst, finde ich spannend. Für mich ist auch klar, dass diese Forschung nicht die biologische Grundlagenforschung verdrängen sollte. Man muss schliesslich sehr viel von der Biologie verstehen &#8211; und in vielen Fällen wohl mehr als heute &#8211; um nanomedizinisch eingreifen zu können.</p>
<p>In einem Nature-Paper von Mai 2008 haben 4 Autoren &#8211; 3 sind von der Food and Drug Administration (FDA) &#8211; die 7 Herausforderungen der Nanomedizin formuliert:<br />
1. Bestimmung der Verteilung von Nano-Carriern im Körper<br />
2. Visualisierung der Biodistribution<br />
3. den Transport über Kompartimentsgrenzen im Körper verstehen (auf Organ und zellulärer Ebene)<br />
4. Mathematische Modelle und 5. Computermodelle entwickeln, um ein Periodensystem der Nanopartikel zu erstellen, womit sich Nutzen und Risiken abschätzen lassen<br />
6. Erarbeitung von Standards und Testprotokollen zur Entwicklung neuer Klassen von Materialien<br />
7. Realisierung eines analytischen Toolkits zur nanopharmazeutischen Produktion</p>
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		<title>Von: Stefan Stöcklin</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2008/11/cafe-scientifique-basel-diskutiert-die-nanomedizin/comment-page-1/#comment-71</link>
		<dc:creator>Stefan Stöcklin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 20:30:55 +0000</pubDate>
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		<description>Das seh ich etwas kritischer. Ich finde gerade das hinter der Nanotechnologie steckende Ingenieur-Konzept etwas banal. Die berechnen Kräfte und Prozesse auf Molekül- bis Atomebene, was sicher herausfordernd ist. Aber den biologischen Vorgängen und Entwicklungen  wird man so nicht wirklich gerecht. Ich frage mich, ob sich so neue biologische oder medizinische Erkenntnisse gewinnen lassen zum Beispiel zur Funktionsweise des Genoms. Ohne Genetiker bleibt die nanotechnisch in Rekordzeit durchbuchstbabierte DNA bedeutungsleer. Die biologischen Fragen und Hypothesen finde ich eigentlich spannender, wenn dann die Nanomediziner - oder Biologen zur Lösung beitragen, umso besser.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das seh ich etwas kritischer. Ich finde gerade das hinter der Nanotechnologie steckende Ingenieur-Konzept etwas banal. Die berechnen Kräfte und Prozesse auf Molekül- bis Atomebene, was sicher herausfordernd ist. Aber den biologischen Vorgängen und Entwicklungen  wird man so nicht wirklich gerecht. Ich frage mich, ob sich so neue biologische oder medizinische Erkenntnisse gewinnen lassen zum Beispiel zur Funktionsweise des Genoms. Ohne Genetiker bleibt die nanotechnisch in Rekordzeit durchbuchstbabierte DNA bedeutungsleer. Die biologischen Fragen und Hypothesen finde ich eigentlich spannender, wenn dann die Nanomediziner &#8211; oder Biologen zur Lösung beitragen, umso besser.</p>
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		<title>Von: admin</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2008/11/cafe-scientifique-basel-diskutiert-die-nanomedizin/comment-page-1/#comment-70</link>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 20:03:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sciencesofa.info/?p=152#comment-70</guid>
		<description>Vieles ist in der Nanomedizin einfach zeitgemäss verpackt worden. Spannend und vielversprechend finde ich aber das Ingenieurs-mässige Herangehen der Nanomediziner. Schon die Molekularbiologie bzw. die Genetik ist erst richtig nachvollziehbar geworden, als sich Physiker ihrer angenommen haben. Das könnte auch mit Nano passieren, dass da die Träume der guten alten molekularen Medizin realisiert werden. Es wird sich dabei auch zeigen, ob wir schon genug von Krankheiten verstehen, um sie so gezielt heilen zu können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vieles ist in der Nanomedizin einfach zeitgemäss verpackt worden. Spannend und vielversprechend finde ich aber das Ingenieurs-mässige Herangehen der Nanomediziner. Schon die Molekularbiologie bzw. die Genetik ist erst richtig nachvollziehbar geworden, als sich Physiker ihrer angenommen haben. Das könnte auch mit Nano passieren, dass da die Träume der guten alten molekularen Medizin realisiert werden. Es wird sich dabei auch zeigen, ob wir schon genug von Krankheiten verstehen, um sie so gezielt heilen zu können.</p>
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		<title>Von: Martin Hicklin</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2008/11/cafe-scientifique-basel-diskutiert-die-nanomedizin/comment-page-1/#comment-69</link>
		<dc:creator>Martin Hicklin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 17:26:12 +0000</pubDate>
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		<description>Schon ganz wild, wie man anscheinend mit Leichtigkeit in diese Megamikro-Welt vorstossen und dort auch gewünschte Ziele erreichen kann. Und wie gerade in Basel auf diesem Feld so viel los ist. Wieder einmal sind da &quot;magic bullets&quot; oder Zauberkugeln unterwegs, die nur ein Ziel und das supergenau treffen sollen.  Das hat sich schon Georges Köhler mit den von ihm &quot;erfundenen&quot; monoklonalen Antikörpern ausgedacht gehabt. Der &quot;Basler&quot; Nobelpreisträger am von Roche unterhaltenen Basel Institut für Immunologie sprach damals in seinem kleinen Büro an der Grenzacherstrasse davon, dass man seine auf ein spezifisches Ziel zugeschnittenen Antikörper-Klämmerchen doch mit Medikamenten beladen und so ans Ziel bringen könnte. Soviel ich weiss, klappt das sogar bei bestimmten Anwendungen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass da weit unten in der wunderbaren Mikrowelt der Zellen links und rechts tausend Nanos am Werk sind, die dazwischen funken könnten und in komplizierten Netzwerken zusammenspannen. Umso spannender herauszufinden, wie es funktionieren könnte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schon ganz wild, wie man anscheinend mit Leichtigkeit in diese Megamikro-Welt vorstossen und dort auch gewünschte Ziele erreichen kann. Und wie gerade in Basel auf diesem Feld so viel los ist. Wieder einmal sind da &#8220;magic bullets&#8221; oder Zauberkugeln unterwegs, die nur ein Ziel und das supergenau treffen sollen.  Das hat sich schon Georges Köhler mit den von ihm &#8220;erfundenen&#8221; monoklonalen Antikörpern ausgedacht gehabt. Der &#8220;Basler&#8221; Nobelpreisträger am von Roche unterhaltenen Basel Institut für Immunologie sprach damals in seinem kleinen Büro an der Grenzacherstrasse davon, dass man seine auf ein spezifisches Ziel zugeschnittenen Antikörper-Klämmerchen doch mit Medikamenten beladen und so ans Ziel bringen könnte. Soviel ich weiss, klappt das sogar bei bestimmten Anwendungen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass da weit unten in der wunderbaren Mikrowelt der Zellen links und rechts tausend Nanos am Werk sind, die dazwischen funken könnten und in komplizierten Netzwerken zusammenspannen. Umso spannender herauszufinden, wie es funktionieren könnte.</p>
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		<title>Von: Dominik Büchel</title>
		<link>http://www.sciencesofa.info/2008/11/cafe-scientifique-basel-diskutiert-die-nanomedizin/comment-page-1/#comment-68</link>
		<dc:creator>Dominik Büchel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 12:55:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sciencesofa.info/?p=152#comment-68</guid>
		<description>Auf alle Fälle sind die Erwartungen schon wieder sehr gross: Letzten Freitag konnte sich der zuständige Economist-Redakteur oder die Kollegin einen alten Traum erfüllen und seine zweitliebste Schlagzeile (nach &#039;Schwarze Löcher helfen Krebs heilen&#039;) einsetzen: &#039;Mit Nanotechnologie Krebs heilen&#039;. Vgl http://www.economist.com/science/displaystory.cfm?story_id=12551598</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auf alle Fälle sind die Erwartungen schon wieder sehr gross: Letzten Freitag konnte sich der zuständige Economist-Redakteur oder die Kollegin einen alten Traum erfüllen und seine zweitliebste Schlagzeile (nach &#8216;Schwarze Löcher helfen Krebs heilen&#8217;) einsetzen: &#8216;Mit Nanotechnologie Krebs heilen&#8217;. Vgl <a href="http://www.economist.com/science/displaystory.cfm?story_id=12551598" rel="nofollow">http://www.economist.com/science/displaystory.cfm?story_id=12551598</a></p>
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