Die Bonobo Kuni im englischen Twycross-Zoo soll einen in eine Scheibe geprallten Star mit der Hand gefangen haben, wird aus des Primatenforschers Frans de Waals neustem Buch “Primaten und Philosophen” im “Spiegel” zitiert. Mit dem Tierchen sei sie auf die Spitze des höchsten Baums geklettert, habe die Flügel des Vögelchens entfaltet und ihn in die Luft geworfen. Das Affenmädchen selbst konnte nicht fliegen (sagt Buchrezensent Richard D. Precht): “Wie sollte sie wissen können, was fliegen ist?” Sie sei von einer ganz natürlichen Regung beflügelt gewesen: Mitgefühl. (Mehr von de Waals darüber hier.) Man mag sich streiten, ob nicht auch Affen ein Konzept von Fliegen haben können, aber man sieht schon, was Tiere alles können. Umso mehr schmerzt, wenn wir lesen, dass Tierambulanzen nicht mit Blaulicht fahren dürfen. Da lässt man vielleicht ein Pferd an einer Kolik sterben, nur um den Verkehr nicht zu stören. Die Gesetze verlangen es so. Das könnte man ja ändern. Marcel übernimm!
Okt 9th, 2008 by Martin Hicklin | 1 Comment »
- Lungenkrebs Symptomen bei Science-Bar in Zürich: Impfen – ja oder nein? Glaubenskrieg oder Ernstfall?
- BaZ-Briefkastenmode | Journalistenschredder bei Kampf der Diskussionskulturen
- Mathis bei Mediensplitter (15): Gloggers verpasste Marathon-Medaille
- Peter Wolff bei Mediensplitter (14): Totengräber der redlichen Wissenschaft (in BaZ und WW)
- Florian Fisch bei Mediensplitter (14): Totengräber der redlichen Wissenschaft (in BaZ und WW)
Frische Kommentare
Autoren
Verpackt
Artikelarchiv
Um ja nicht die Mensch-Tier-Grenze anzutasten, müsste man wohl ein Grünlicht erfinden. Die müssten dann etwas langsamer fahren und leiser tuten als die Blaulichtler…