Also der Robert Gallo tut mir schon ein bisschen leid! Da rackert man sich jahrelang im Labor ab und am Schluss wird einem nicht mal der wohlverdiente Lohn zugesprochen. Die Entscheidung des Nobelpreiskomitees zur Vergabe der diesjährigen Forschungskrone in Medizin mutet schon eigenwillig an. Die hätten doch jetzt den Preis an alle drei zusammen für das HI-Virus vergeben können, statt noch den Harald zur Hausen mit seinen HPVs zu ehren.
Okt 6th, 2008 by Stefan Stöcklin | 1 Comment »
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verstaut.

Interessant, wie die verschiedenen Wissenschaftsjournis und Aids-Experten die Nicht-Berücksichtigung Gallos werten. In der SZ ein flammender Kommentar zugunsten des Nobelpreiskommitee-Entscheides (in etwa mutig und richtig), im New Scientist ein sehr lesenswertes Stück zur ganzen Intrige zwischen den beiden und einem vorsichtigen Hinweis, Gallo hätte es verdient. Anthoniy Fauci in den USA meinte, man hätte Gallo einschliessen können (“schade, dass nicht vier berücksichtigt werden könnten”) und Gallo habe den entscheidenen Zusammenhang zwischen der Krankheit und dem Virus gefunden. Gallo selbst gibt sich einigermassen gelassen, er sei zwar entäuscht, hiess es. Er liess ausrichten: “I am pleased that the Nobel Committee chose to recognize the importance of AIDS with these awards and I am proud that my colleagues and I continue to search for an AIDS vaccine.”